Immer wieder treiben nach Nebelnächten Leichen in der Themse. Scotland Yard findet in den Taschen der Opfer versteckte Botschaften in Blindenschrift als einzigen Hinweis. Dichte Nebelschwaden über nassglänzendem Kopfsteinpflaster, in denen haarige Hände lauern – erst kaltlächelnd Glühbirnen zerdrücken, dann jeden Hilfeschrei brutal ersticken: Durch seinen überragenden Erfolg prägt Vohrers genuin beunruhigender erster Edgar-Wallace-Film das Image und die Ausrichtung der Reihe maßgeblich. Es kommen mehr Horror-Elemente, mehr selbstironisches Spiel mit Genre-Klischees und eine ausgespielte Freude an makabren, oft auch sadistischen Details zum Tragen – stets im Bewusstsein der Komplizenschaft des Publikums. Für Horst Wendlandts Rialto-Film dreht Vohrer bis 1968 insgesamt 17 weitere Filme.
Einführung: Christoph Draxtra (Wien)
Land: BR Deutschland
Jahr: 1961
Regie: Alfred Vohrer
Mit: Joachim Fuchsberger, Karin Baal, Dieter Borsche, Wolfgang Lukschy
Länge: 99 Minuten
Sprache: Deutsche Originalfassung
Kopienformat: 35 mm
FSK: Ab 16 Jahre
http://filmhaus.nuernberg.de